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Raven's world

Unsere Gehirne sind sehr alt. Aus der Sicht eines Neurologen gibt es niemanden, der nur menschlich ist. Auf einer gewissen Ebene hat jeder vier Beine und auf einer Ebene darunter hat jeder Reißzähne. ("Die Weisheit der Krokodile")

Susanne

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Vampirfreak, Geschichtenerzähler, Bücherwurm
October 21

Gedanken eines Vampirs

Obwohl ich durchaus auch am Tage nach draußen gehen kann, bevorzuge ich die Nacht. Das mag daran liegen, dass die Normalsterblichen um diese Zeit schlafen, wenngleich sich dieses Verhalten in den vergangenen Jahren zusehends verändert hat. Früher - das weiß ich noch genau - war die Nacht still, weil die Menschen die Dunkelheit fürchteten - und die Dämonen, die jene Tageszeit für sich beanspruchten. Jedes Lebewesen braucht seine Nische - die unsere ist der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und dem ersten Dämmerlicht des Morgens. Sie war es. Inzwischen führen die meisten meiner Artgenossen ein Leben, das dem der Menschen entspricht. Ja, sie haben sogar gelernt, feste Nahrung zu sich zu nehmen.
Nur die wenigsten können es sich noch leisten - und das meine ich nicht metaphorisch - ihren Lebensabend dem Mondschein zu widmen. Ich stehe nun mehr ebenfalls an dieser Grenze.
Die heutige Zeit ist sehr schwierig für unsereins. Bis vor wenigen jahrhunderten tummelten wir uns in den Adelsschichten, feierten und genossen die uns dargeboteten Früchte in vollen Zügen, nicht selten fanden wir Gefährten, die einige Jahre an unserer Seite verweilten, bis sie schließlich verstarben. Es war anders damals. Einfacher.
 
Ich stieg aus dem Bett meines Einzimmerapartements und ging ins Bad. In weniger als einer Stunde hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einer Import-Export-Firma. Der Chef war einer der unseren, deshlab fürchtete ich keine Ablehnung. Wir waren selten geworden, aber unsere Netzwerke organisierter. Wir halfen einander wo wir konnten. Die jüngeren hatten es in dieser Hinsicht leichter. Sie wuchsen bereits mit den Veränderungen auf und konnten sich auf sie einstellen. Jemand meines Alters, der Jahrhunderte überdauert, Kriege gefochten und Zivilisationen hat verschwinden sehen, fiel es unsäglich schwer, sich auf die modernen Maschinierien einzustellen. Oh, Züge kannte ich sehr wohl - die alten, rauchspuckenden Ungeheuer. Ich blickte in den Spiegel, in die alten, müden Augen, deren silbriges grau langsam verblasste. Entgegen des irrigen Glauben der Menschen sind wir nicht unsterblich. Wir haben eine höhere Lebenserwartung, aber selbst für uns kam irgendwann die Zeit, wo wir dem irdischen Leben abschwören und in eine andere Existenzebene aufsteigen. Wir sterben nicht direkt, wir sind nur einfach nicht mehr da. Materielose Geschöpfe, die - lebend - Raum und Zeit durchqueren auf der Suche nach einer Aufgabe. Vielleicht werden wir wiedergeboren in einer anderen Welt, aber auch nach fast fünf Jahrhunderten des Studium hatte ich darauf keine Antwort gefunden. Das Einzige worauf ich hoffen kann, ist mein eigener Tod, der mir die Antwort offenbaren wird. Ich fürchte das Ende nicht. Wer so viel erlebt und gesehen hat wie ich, fürchtete nur noch wenig. Aber mich ängstigt die Vorstellung, dass mein Tod nicht meinen Wünschen entsprechend eintritt. Ich kannte Artgenossen, die von einer auf die andere Sekunde verstarben - zum Teil während eines Gesprächs. Wenn der Tod kam und ich nicht vorbereitet war, gelangte ich dann ins Jenseits? Oder würde ich zwischen den Welten herumirren wie ein Geist?
 
Die Augen im Spiegel gaben mir keine Antwort. Sie wussten es nicht. Manchmal, wenn ich wie jetzt meinen Gedanken nachhing,  stelle ich mir vor, wie ich meinen Lebensabend in einem kleinen Holzhäuschen wohnend an einem See verbringe, mir die Sonnenuntergänge ansehe und die sanften Spiegelungen des Mondlichts auf dem sich wellenden Wasser beobachte. Die Aussicht, dass ich den letzten kläglichen Rest meines Lebens damit verbringen sollte, arbeiten zu gehen, widerstebte mir sehr. Jemand, der wie ich, in Adelskreisen geboren wurde, ist es nicht gewohnt zu arbeiten. Leider kümmert es die Damen und Herren vom Finanzamt recht wenig, ob ich aus einem Königsgeschlecht stamme oder nicht. Ihr Interesse gilt meinem Geld, das in den letzten Jahren beständig weniger geworden ist. Horente Steuern plagen mich genauso wie die steigenden Lebenserhaltungskosten. Ich spare, wo ich kann, an jedem Zipfel, aber dennoch häufen sich Summen an, die meine Ersparnisse verschlingen. Nein, diese Zeit war wirklich sehr feindselig.
 
(Fortsetzung folgt)
 
 
 

Hallo!

Schön dass ihr meine Seite gefunden habt ^^

Und wenn ihr schon mal da seid (und damit sich die Mühe lohnt)

würd ich mich freuen, wenn ihr euch in meinem GB verewigt und einen

kleinen Teil meines Lebens ausmacht ;)

 

Animoticon

 

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Mit schwarzem Gefieder


Stolz wie ein Adler, so stolz bist du nicht,
doch bringst du mit Weisheit ins Dunkel das Licht.
Groß wie ein Kondor, so groß bist du nicht,
doch kündest du stetig von Wotans Gericht.
Klein wie ein Spatz, so klein bist du nicht,
an Walvaters Tafel man lauscht dem Bericht.
Gemein wie ein Kuckuck, so gemein bist du nicht,
doch trifft deine Botschaft gar schlimm manchen Wicht.
Schnell wie ein Falke, so schnell bist du nicht,
doch fliegst du als Auge von Wotans Gesicht.
Faul wie ein Geier, so faul bist du nicht,
doch Nebel und Regen nimmt dir nie die Sicht.
Bunt wie ein Ara, so bunt bist du nicht,
doch widme ich trotzdem dir dieses Gedicht.
Dick wie ein Uhu, so dick bist du nicht.
doch dich heut´ zu preisen, ist mir eine Pflicht.
Du bist nur ein Rabe, ein schwarzer Geselle,
beim Tod auf dem Schlachtfeld warst du stets zur Stelle.
Hugin und Munin, berühmteste Raben,
sie wirken noch heute, sie niemals verstarben.
Ob Dohl´ oder Krähe, auch Corvus genannt,
selbst menschliche Torheit hat dich nie verbannt.
So manch alte Sage, sie handelt von dir,
du bist und du bleibst ein mystisches Tier!

Liebe Grüsse

…Micha

May 21
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An die Freunde

 

Lieben Freunde, es gab schönre Zeiten,
Als die unsern, das ist nicht zu streiten!
Und ein edler Volk hat einst gelebt.
Könnte die Geschichte davon schweigen,
Tausend Steine würden redend zeugen,
Die man aus dem Schoß der Erde gräbt.
   Doch es ist dahin, es ist verschwunden
   Dieses hoch begünstigte Geschlecht.
   Wir, wir leben! Unser sind die Stunden,
   Und der Lebende hat Recht.

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Freunde, es gibt glücklichere Zonen,
Als das Land, worin wir leidlich wohnen,
Wie der weit gereiste Wandrer spricht.
Aber hat Natur uns viel entzogen,
War die Kunst uns freundlich doch gewogen,
Unser Herz erwarmt an ihrem Licht.
   Will der Lorbeer hier sich nicht gewöhnen,
   Wird die Myrte unsers Winters Raub:
   Grünet doch, die Schläfe zu bekrönen,
   Uns der Rebe muntres Laub.

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Wohl von größerm Leben mag es rauschen,
Wo vier Welten ihre Schätze tauschen,
An der Themse, auf dem Markt der Welt.
Tausend Schiffe landen an und gehen;
Da ist jedes Köstliche zu sehen,
Und es herrscht der Erde Gott, das Geld.
   Aber nicht im trüben Schlamm der Bäche,
   Der von wilden Regengüssen schwillt,
   Auf des stillen Baches ebner Fläche
   Spiegelt sich das Sonnenbild.

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Prächtiger, als wir in unserm Norden,
Wohnt der Bettler an der Engelspforten,
Denn er sieht das ewig einz'ge Rom!
Ihn umgibt der Schönheit Glanzgewimmel,
Und ein zweiter Himmel in dem Himmel
Steigt Sankt Peters wunderbarer Dom.
   Aber Rom in allem seinem Glanze
   Ist ein Grab nur der Vergangenheit;
   Leben duftet nur die frische Pflanze,
   Die die grüne Stunde streut.

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Größres mag sich anderswo begeben,
Als bei uns in unserm kleinen Leben;
Neues - hat die Sonne nie gesehn.
Sehn wir doch das Große aller Zeiten
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten,
Sinnvoll still an uns vorüber gehn.
   Alles wiederholt sich nur im Leben,
   Ewig jung ist nur die Phantasie.
   Was sich nie und nirgends hat begeben,
   Das allein veraltet nie!

 

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Freunde

 

Was wär ich ohne Freunde,
was wär ich ohne dich?
Ich läg als kleines Puzzleteil
allein auf leerem Tisch.

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Bei mir käm niemand je vorbei
und lobte meinen Kuchen,
den ich so blitzschnell zaubern kann
bei plötzlichen Besuchen.

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Mein Gästebett, das bliebe leer,
mein Kaffee ungetrunken,
und ohne Freunde wäre ich
in Schwermut längst versunken.

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Wenn ich auf langen Reisen bin,
wem sollte ich wohl schreiben?
Ganz ohne Freunde könnte ich
doch gleich am Nordpol bleiben.

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Und jedes Fest bei mir im Haus
ist doch erst wirklich schön,
wenn neben Nachbarn und Bekannten
auch gute Freunde stehn.

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Wir sind wie Teile eines Puzzles,
eins ganz allein gibt keinen Sinn.
Und deshalb bin ich so zufrieden,
dass ich mit dir (euch) befreundet bin.

 

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Mar. 11

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Freunde

Für was sind Freunde da?
Freunde sind da zum Lachen,
einfach um Späße zu machen.
Freunde müssen manchmal schwere Lasten tragen
und dürfen dabei nicht verzagen.
Freunde sind da, um sich zu verstehen,
um miteinander auf allen wegen zu gehen
Freunde, für all das sind sie da,
Manchmal sind sie fern und manchmal nah.
Aber eines ist sicher,
sie sind immer für dich da,
wenn du sie am meisten brauchst.
Denn für genau das sind Freunde ja da!!!

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Der Panther

 

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Im Jardin des Plantes, Paris
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

 

Rainer Maria Rilke

 

 

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Ich wünsche Dir,

Liebe  Raven

ein wunderbares Wochenende

Herzliche Grüsse vom TROLL / Micha

Mar. 6
Myspace Comment: Sweet 08
 
Myspace Comment: Hi, Hello, Aloha 28
 
Myspace Comment: Weekend 25
 
   Myspace Comment:  Hugs 27
Feb. 13
Jan. 16
Bis (Biss) zur Mittagsstunde
Biss zum Morgengrauen
Bis(s) zum Abendrot: Band 3